Die CityBahn hat ihre bisher größte Hürde genommen: Am Dienstag, 12. Dezember, stellten Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich und sein Amtskollege Michael Ebling aus Mainz die Ergebnisse der standardisierten Bewertung (NKU) sowie eine Vorschlagsvariante zur Linienführung der CityBahn im Rathaus Wiesbaden vor.

Insgesamt erbrachte die Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) für die gesamte Strecke von Bad Schwalbach bis zur Hochschule Mainz auf Basis der offiziell vorliegenden Prognosewerte den hohen NKU-Quotienten von 1,5. Wie die Ergebnisse belegen, übersteigt der gesamtwirtschaftliche Nutzen der CityBahn deutlich die Kosten des Projekts – und zwar um gut 50 Prozent. Damit ist der Bau der CityBahn förderungsfähig und kann von Land und Bund bezuschusst werden.

Als wirtschaftlichste Variante konnte jetzt eine Vorschlagslinienführung über Biebrich vorgestellt werden, die in enger Abstimmung mit den Fachämtern entwickelt wurde. Die künftige Linienführung könnte den Planern zufolge vom Kasteler Brückenkopf über Amöneburg und den Biebricher Herzogsplatz über die Biebricher Allee bis zum Hauptbahnhof führen. Vom Hauptbahnhof aus verläuft die Vorschlagslinienführung über die Luisenstraße oder die Rheinstraße bis zur Hochschule RheinMain. Somit erhalten rund 200.000 Menschen direkten Zugang zur Straßenbahn.

Die Trag- und Leistungsfähigkeit der Theodor-Heuss-Brücke wurde ebenfalls bestätigt – somit fällt der Startschuss für die Bürgerbeteiligung in Wiesbaden. Über einen Online-Dialog können sich die Bürgerinnen und Bürger vom 13. Dezember 2017 zunächst bis Ende Januar 2018 über die Planungsdetails informieren und in den weiteren Prozess direkt einbringen. Die gesammelten Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge werden darüber hinaus ab Januar 2018 auf fünf Infomessen entlang der geplanten Linienführung diskutiert. Vor Ort können sich die Bürgerinnen und Bürger mit Planungsdetails auseinandersetzen sowie mit Planern und den Verantwortlichen der CityBahn darüber diskutieren.