Angesichts überlasteter Straßen und Schadstoffkonzentrationen oberhalb der zulässigen Grenzwerte in vielen Städten sind die Zweifel an der Notwendigkeit einer „Verkehrswende“ in der Bevölkerung gering. Dies belegt eine repräsentative Befragung von KfW Research, dem volkswirtschaftliche Kompetenzzentrum der KfW Bankengruppe.

Rund 81 Prozent der Deutschen zwischen 18 und 67 Jahren halten ein Umdenken und Handeln zugunsten des Klimaschutzes für notwendig, etwa durch die Entwicklung marktfähiger, klimafreundlicher Antriebstechnologien, Verbesserung der öffentlichen Verkehrsnetze oder den bewussten Verzicht auf das Auto. Jeder Dritte hat, so das Ergebnis der KfW-Befragung, bereits sein Mobilitätsverhalten angepasst und fährt den eigenen Pkw weniger, nutzt häufiger Bus und Bahn oder steigt auf das Fahrrad um. Hierzu passt, dass von den vorgeschlagenen Politikmaßnahmen ein Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (91 Prozent) die größte Zustimmung findet, dicht gefolgt vom Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes (86 Prozent bzw. 85 Prozent).

Studie: KfW Research: Deutschland – Land der Autofahrer: Wie steht die Bevölkerung zur Verkehrswende?