Laut einer Umfrage des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) vom Februar 2017 können sich rund 46 Prozent der Befragten vorstellen, Alltagswege künftig mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zurückzulegen.

Bis zu 1,4 Millionen Menschen, die den ÖPNV bisher nicht oder nur selten nutzen, können sich vorstellen, künftig mit Bussen und Bahnen zu fahren, wie der ADAC in einer Studie errechnete. Entscheidende Voraussetzungen für einen Wechsel vom Auto auf die öffentlichen Verkehrsmittel sind nach Angaben der Befragten günstigere Fahrpreise, ein verständlicheres Tarifsortiment sowie schnellere Verbindungen. Würden sich diese Kriterien verbessern, wären rund 46 Prozent der Menschen zum dauerhaften Umstieg bereit. Befragt wurden knapp 3.100 Personen, die den ÖPNV bislang selten oder gar nicht nutzen. Jeweils rund 300 Personen kamen aus Berlin, Bremen, Dortmund, Dresden, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart.

„Der ÖPNV in Deutschland hat noch enormes Potenzial. Das sehen wir als Ergebnis unserer Umfrage überdeutlich. Hier besteht eine große Chance, den ÖPNV zu einem wesentlichen Treiber für mehr Klimaschutz auf dem Verkehrssektor zu machen“, betonte ADAC-Geschäftsführer Alexander Möller die Untersuchungsergebnisse. Wesentlich für die Realisierung dieser Chancen seien der Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur, attraktive und verlässliche Angebote sowie mehr Innovation.