Die Planer der CityBahn setzen auf eine transparente Information und eine durchdachte Planung, um die mit dem Bau der Straßenbahn einhergehenden unvermeidlichen Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten. Eine Infoveranstaltung des Ortsbeirats Mitte im Rathaus stellte das Baustellenmanagement näher vor und bot Gewerbetreibenden sowie Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit für Fragen.

So wenig Einschränkungen wie möglich

Ortsvorsteher Roland Presber, Stadtrat Andreas Kowol und die Experten des CityBahn-Projektteams erläuterten den rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, worauf es bei einer gelungenen Bauplanung und einem gut funktionierenden Baustellenmanagement ankommt und wie die Beteiligten die Herausforderungen bei der CityBahn lösen wollen. Ziel ist es, das öffentliche Leben während des Baus aufrechtzuerhalten und die Zugänglichkeit von Wohnhäusern, Geschäften und öffentlichen Einrichtungen zu gewährleisten. Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Geschäftsleute sollen auf das Unvermeidbare reduziert werden. Zudem gilt es, die Erreichbarkeit bei Noteinsätzen sowie die Ver- und Entsorgung sicherzustellen. „All diese Aspekte fließen in die Baustellenplanung ein“, erläutert Dr. Martin Pächer, Projektleiter Planung der CityBahn. „Wir untergliedern das Projekt in verschiedene Phasen und stimmen die Verkehrsführungen für die Bauzeit eng mit dem Tiefbauamt und der Straßenverkehrsbehörde ab. Dabei wird natürlich immer versucht, eine hohe Zugänglichkeit und Flexibilität zu gewährleisten.“

“Wir nehmen die Sorgen und Ängste der Menschen sehr ernst. Daher wird es Baustellenmanager geben, die Anliegen vor Ort persönlich aufnehmen, konkrete Hilfen bieten, Hintergründe vermitteln und Verständnis wecken.”

Dr. Martin PächerProjektleiter Planung CityBahn

Reger Austausch im Vorfeld

Viele Interessierte nutzten die Chance, bei der Veranstaltung ihre Fragen zum Bau der CityBahn zu stellen. Neben individuellen Anliegen gab es auch Fragen zum Entschädigungsmanagement. „Die Politik hat sich selbst den Prüfauftrag gegeben, sich mit der Frage möglicher Entschädigungszahlungen intensiv auseinanderzusetzen und Vorschläge zu erarbeiten“, informiert Dr. Pächer. Nach Auskunft von Herrn Stadtrat Kowol findet dazu auch ein reger Austausch zum Beispiel mit der Karlsruher Stadtverwaltung statt, die bereits Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt habe. Ein weiteres Thema der Veranstaltung waren Sicherheit und Qualität. Die Akteure informierten darüber, dass eine Bauüberwachung die ordnungsgemäße, effektive und gefahrlose Ausführung der Baumaßnahmen  sicherstellen wird.

Intensive kommunikative Begleitung

Ein intensives Baustellenmanagement soll die Bauabläufe im Vorfeld und während der Maßnahmen transparent vermitteln, Verständnis für die unvermeidbaren „Nebenwirkungen“ schaffen und insbesondere die Anlieger, aber auch die sonstige Öffentlichkeit frühzeitig informieren. Dr. Pächer versichert: „Wir nehmen die Sorgen und Ängste der Menschen sehr ernst. Daher wird es Baustellenmanager geben, die Anliegen vor Ort persönlich aufnehmen, konkrete Hilfen bieten, Hintergründe vermitteln und Verständnis wecken.“

Best Practices aus anderen deutschen Städten

Viele andere Städte in Deutschland haben bereits gezeigt, dass baubegleitende Maßnahmen dazu beitragen können, die Auswirkungen auf Anwohner, Einzelhändler, Gewerbetreibende und Kunden abzumildern. Ulm beispielsweise setzte beim Neubau der Straßenbahnlinie 2 zwischen Wissenschaftsstadt und Kuhberg auf zwei Baustellenbeauftragte, die telefonisch, per Mail und in einem eigens bereitgestellten Infomobil vor Ort Fragen beantworteten, für Aufklärung sorgten und bei Beschwerden weiterhalfen. Auch Karlsruhe hat aktuell beim Bau eines Stadtbahntunnels und einer Straßenbahntrasse einen Anliegerbeauftragen im Einsatz, der bei Fragen zur Baustellensicherheit ansprechbar ist. Zusätzlich gibt es in einem Informationspavillon Neuigkeiten zum Projekt.

Download: Präsentation zum Baustellenmanagement der CityBahn

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