Das Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik veröffentlicht die Ergebnisse einer Umfrage zu den „Infomessen zur CityBahn“. Die Befragung der Besucherinnen und Besucher wurde in Zusammenarbeit mit der Stabstelle „Wiesbadener Identität. Engagement. Bürgerbeteiligung.“ durchgeführt. Ein Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer lobt die Infomessen.

 1. An den vier Infomessen (Auftakt zum Prozess der Bürgerbeteiligung) zum „Neubau einer CityBahn zwischen den Landeshauptstädten Wiesbaden und Mainz“ nahmen im Januar 2018 nach Angaben von ESWE Verkehr ca. 1.350 Bürgerinnen und Bürger teil. Von 308 Teilnehmern/-innen liegen Bewertungen der Veranstaltungen vor, deren Ergebnisse hier präsentiert werden. 

2. Bürger/-innen stellten bei den Veranstaltungen rund 86 % der Teilnehmer/-innen. Weitere 5 % waren Vertreter/-innen von Vereinen, Verbänden und Initiativen. Der Anteil von Verwaltungs-Mitarbeitern/-innen lag bei rund 4 Prozent, der der Politik bei rund 6 %. 

3. Die mittleren Altersgruppen dominierten bei den Teilnehmern/-innen bei allen Infomessen mit fast zwei Dritteln. Die Altersgruppe über 65 Jahre machte im Durchschnitt rund weitere 30 % aus, der Anteil an Jüngeren bis 35 Jahre lag bei ca. 7 %. Männer waren mit rund 56 % etwas stärker vertreten als Frauen. 

4. Beim Merkmal „Bildungsstand“ lag der Schwerpunkt mit 55 % der Teilnehmer/-innen auf Personen mit (Fach)Hochschulabschluss, gefolgt von Personen mit Realschulabschluss oder mittlerer Reife (21 %). Je nach sozialer Struktur an den Standorten der Infomessen unterschied sich diese Verteilung. Insgesamt wurde so neben der demographischen auch die soziale Selektivität in Bezug auf die Teilnahme an den Infomessen deutlich.

5. Die Berichterstattung durch die Tagespresse war mit 63 % die wesentliche Informationsquelle, um von den Infomessen zu erfahren. Der Austausch mit Freunden und Bekannten sowie über Facebook spielte ebenfalls eine stärkere Rolle. 

 

6. Der Gesamteindruck von den Veranstaltungen fiel positiv aus. Zwei Drittel der Befragten empfanden diese als „überwiegend“ oder „sehr positiv“. Explizit Unzufriedene stellten nur einen geringen prozentualen Anteil. 

7. Die Einzelaspekte „Informationsgehalt“, „bearbeitete Inhalte und Fragestellungen“, „Möglichkeiten sich einzubringen“, „Gesprächsklima/Atmosphäre“, „Moderation“ und „Format der Veranstaltung“ wurden je nach Standort und Teilaspekt unterschiedlich bewertet. Insgesamt überwogen positive Wertungen, in Biebrich waren die Bewertungen jedoch immer etwas negativer als bei den übrigen Veranstaltungen. 

8. Trotz positiver Bewertung der Infomessen bleibt bei vielen Befragten eine Skepsis gegenüber dem Gesamtprozess. Auch wenn 48 % der Befragten zuversichtlich auf den weiteren Prozess blicken, bleiben rund 41 % diesem gegenüber skeptisch. 

 

9. In puncto Bürgerbeteiligung generell hielten sich positive wie skeptische Meinungen etwa die Waage; allgemein sind die Erwartungen an den weiteren Prozess angesichts der zugrundeliegenden Komplexität hoch.