Mit der ersten Linienführung erhalten 200.000 Menschen einen direkten Zugang zur CityBahn. Doch Wiesbaden wächst nicht nur in den zentralen Stadtteilen: In Dotzheim wird aktuell die größte Klinik der Stadt gebaut, in Bierstadt wird neuer Wohnraum geschaffen und im Ostfeld entsteht sogar ein völlig neuer Stadtteil. Logisch, dass es nicht bei einer Linie bleiben kann. Doch welche Stadtteile könnten perspektivisch noch an die CityBahn angeschlossen werden?

Die erste Linie: Durch die Zentren der Region

Die Linie von Mainz über Wiesbaden bis in den Rheingau-Taunus-Kreis ist nur der erste Schritt hin zu einem regionalen Straßenbahnnetz. Von der Mainzer Hochschule und der Universität Mainz führt die Linie vorbei am Hauptbahnhof und passiert die Altstadt in Richtung Theodor-Heuss-Brücke. In Wiesbaden führt die Linie vom Kasteler Brückenkopf durch den dichtbesiedelten Stadtteil Biebrich bis zum Hauptbahnhof. Von dort aus verläuft sie durch die Innenstadt bis zur Hochschule RheinMain. Hinter der Hochschule wird die Straßenbahn an die bestehende Strecke der Aartalbahn angeschlossen und bindet Taunusstein und Bad Schwalbach an.

Klicken Sie auf die Karte, um die Linie im Vollformat zu sehen.

Perspektivlinie 1: CityRing

Der Bau eines CityRings würde die Wiesbadener Innenstadt noch besser an das CityBahn-Netz anbinden und zusätzliche Kaufkraft bringen. Davon profitieren neben Einzelhändlern und Gastronomen auch Fahrgäste, die zum shoppen ins Zentrum fahren.

Ein Linienast bis an die Emser Straße entlastetet eine stark nachgefragte Strecke im Wiesbadener Busnetz.

Perspektivlinie 2: Anbindung Dotzheim

Bei der Erschließung des Stadtteils Dotzheim könnten das Wohngebiet Schelmengraben mit rund 6.000 Bewohnern sowie die Dr.-Horst-Schmidt-Klinik angebunden werden. Mit rund 2.000 Mitarbeitern, die sich jährlich um rund 150.000 Patienten kümmern, ist sie Wiesbadens größtes Krankenhaus. Zudem liegt auch die neue Elisabeth-Selbert-Schule an der Perspektivlinie. Hier sollen schon bald über 1.000 Schüler unterrichtet werden.

Mit Bezug auf das im Mai 2018 vom Stadtparlament beschlossene „Integrierte Stadtentwicklungskonzept Wiesbaden 2030 +“ ist langfristig auch ein Abzweig in das sogenannte Entwicklungsgebiet „Perspektivfläche West“ zwischen Dotzheim und Schierstein anzudenken, wo rund 3.000 Wohnungen entstehen könnten. Von hier könnte es auch mit einer Streckenverlängerung in Richtung Schierstein weitergehen.

Perspektivlinie 3: Anbindung Biebrich West

Mit einer Linienführung zwischen Rheingauviertel und Äppellallee könnte die CityBahn das Europaviertel und die dort ansässigen Behörden, die Park-and-ride-Station Kahle Mühle sowie das Äppelallee-Center anbinden. Die Äppelallee selbst ist einer der Hauptverkehrsachsen in Wiesbaden – die CityBahn kann hier für Entlastung sorgen.

Perspektivlinie 4: Ostfeldlinie (Anbindung Ostfeld)

Für die perspektivische Anbindung des Entwicklungsgebiets Ostfeld gibt es mehrere Varianten, die aktuell noch untersucht werden. Die Ostfeldlinie könnte auch Arbeitsstätten im Bereich Mainzer Straße, der Konradinerallee, dem Gustav-Stresemann-Ring oder der Berliner Straße anbinden. Auch das Neubaugebiet Zweibörn könnte von einer Straßenbahnanbindung profitieren.

Perspektivlinie 5: Anbindung Gewerbegebiet Kastel Petersweg

Mit einer Weiterführung der Ostfeldlinie in Richtung Mainz würde das Gewerbegebiet Petersweg mit erschlossen.

Perspektivlinie 6: Anbindung Mainz-Kostheim

Die Erschließung des Ostfeldes mit einer Straßenbahnlinie eröffnet auch die Möglichkeit für eine Weiterführung in Richtung Mainz. Eine schnelle Anbindung an die erste CityBahn-Linie könnte im Bereich Otto-Suhr-Ring erfolgen. Auch der Ortsteil Kostheim und der Bereich Krautgärten in Kastel könnten von einer zusätzlichen Straßenbahnanbindung Anbindung nach Wiesbaden und Mainz profitieren.

Perspektivlinie 7: Anbindung Bierstadt

Mit der Anbindung des Stadtteils Bierstadt könnte eine weitere Hauptachse des Wiesbadener Busverkehrs auf die Schiene kommen. Entlang der Linie entstehen aktuell zwei Neubaugebiete.