Schon 2022 soll Wiesbaden die erste Stadt in Deutschland mit emissionsfreiem Öffentlichen Personennahverkehr sein – bereits in diesem Jahr macht die Landeshauptstadt einen ersten großen Schritt in Richtung Zukunft.

Als wichtigsten Baustein für die Mobilität der Zukunft planen ESWE Verkehr und Mainzer Mobilität die CityBahn. Sie soll ab 2022 zwischen Mainz Hauptbahnhof und der Hochschule RheinMain verkehren und täglich bis zu 98.000 Fahrgäste transportieren. Als weitere Pfeiler tragen Elektro- und Brennstoffzellenbusse die Vision vom emissionsfreien Verkehr. Kürzere Strecken sollen im Stadtverkehr ab 2019 komplett von Elektrobussen übernommen werden. Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb kommen auf Linien zum Einsatz, die aufgrund großer Distanzen und der langen Umlaufzeiten einen hohen Energiespeicherbedarf haben. „Wiesbaden will bis 2022 den kompletten Umstieg erreichen, das ist ein europaweit einzigartiges Vorhaben, es geht um 221 E-Busse. Die Branche schaut auf Hessen“, betonte der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir.

 


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n der E-Mobilität führt kein Weg vorbei

Die ersten E-Busse werden schon in diesem Jahr auf Wiesbadens Straßen rollen. „In Frankfurt, in Wiesbaden und in Fulda werden 2018 erstmals Fahrgäste mit Elektro-Bussen auf regulären Linien ans Ziel gebracht“, sagte Al-Wazir. „Wenn wir für die Menschen in den Innenstädten eine Entlastung von Abgasen und Lärm erreichen wollen, dann führt kein Weg an der Elektromobilität vorbei. Mit seinen festen Routen und seiner hohen Fahrleistung ist der innerstädtische Busverkehr dafür optimal geeignet – allerdings ist die Anschaffung von Elektrobussen noch mit deutlichen Mehrkosten verbunden, auch fehlt häufig die notwendige Ladeinfrastruktur.“

Die hessischen ÖPNV-Betriebe unterstützen

Um die hessischen ÖPNV-Betriebe hier zu unterstützen, stellt das Verkehrsministerium seit dem vergangenen Jahr mit einem neuen Förderprogramm jährlich 5 Mio. Euro zur Verfügung. Die Förderquote für die Anschaffung der Busse und Ladepunkte liegt bei 40% der Mehrkosten gegenüber einem vergleichbaren herkömmlichen Bus. Die Förderquote für die Ladeinfrastruktur liegt bei 40% der Investitionskosten.