Am 16. März 2019 wird die neue Rottecklinie in Freiburg feierlich eröffnet. Die westliche Innenstadt präsentiert sich dann völlig neu: verkehrsberuhigt und für den nachhaltigen Individualverkehr erschlossen. Zudem wurden insgesamt 7.000 Quadratmeter Rasengleis verlegt.

Erfolgreiche Premiere

Die erste Tram der Freiburger Verkehrs-AG ist am Sonntagmorgen bereits über die Kronenstraße und die neue Kronenbrücke gerollt. Vorbei an Universitätsbibliothek, Theater und Platz der Alten Synagoge ging es über den Rotteckring bis zum Siegesdenkmal. In den kommenden vier Wochen absolvieren die Straßenbahnfahrer Schulungsfahrten auf der neuen Strecke, ab dem 16. März befördern die Stadtbahnen Fahrgäste.

Impuls für Stadtgestaltung

Herzstück des Tram-Projekts ist die Erweiterung der Fußgängerzone um 350 Meter. Der Fahnenbergplatz und der Europaplatz bieten jetzt einladende Eingangsplätze zur Innenstadt. Die wichtigen Grünräume an der Mensa in der Hochallee und der Colombipark sind durch die Umgestaltung viel besser an die umliegenden Quartiere angebunden. Ein attraktiver städtischer Freiraum mit Boulevardcharakter bietet den Menschen in den benachbarten Stadtteilen ansprechende Aufenthalts- und Erholungsmöglichkeiten. Mit der Freigabe des Rings für den Stadtbahnverkehr ist die moderne Westentwicklung der Innenstadt abgeschlossen. Rund um das Siegesdenkmal entstand im Zuge des Tramausbaus der neue Europaplatz. Eine der prominentesten innerstädtischen Flächen ist somit jetzt verkehrsberuhigt. Auf dem zentralen Platz ist mit dem markanten weißen Pavillon ein neuer Orientierungspunkt für Einheimische und Touristen entstanden. Die Freiburger Verkehrs-AG nutzt den Pavillon zur Versorgung ihrer klimafreundlichen Fahrzeuge: Im Untergeschoss des Gebäudes sind Technikräume für die Stromversorgung der Stadtbahnstrecken untergebracht, im geschwungenen Dach befindet sich eine Ladeeinrichtung für Elektrobusse.