Am 1. September ging in der oberösterreichische Stadt Gmunden die neue Straßenbahn über die Traunbrücke mit einem Festakt offiziell in Betrieb. Das Projekt Traunseetram hat Gmunden europaweit Beachtung eingebracht, Verkehrsplaner aus vielen Ländern sehen es als richtunsgweisend für einen modernen öffentlichen Nahverkehr abseits der großen Ballungsräume an.

Seit Anfang September fährt im oberösterreichischen Gmunden, eine Stadt mit gerade einmal 13.000 Einwohnern, eine moderne Stadtbahn. Die Traunseetram verbindet die Gmundner Straßenbahn mit der Lokalbahn Gmunden – Vorchdorf. Die Fahrgäste können seit dem 1. September vom Gmundner Hauptbahnhof durchgehend durch die Stadt bis nach Vorchdorf durchfahren. Die Verantwortlichen der Bahn und die lokalen Politiker erwarten sich durch den Lückenschluss höhere Fahrgastzahlen, eine Attraktivierung der Gmundner Innenstadt und eine Belebung der Umlandgemeinden. Gestartet wurde das aufwändige Projekt im Herbst 2014, im Jahr 2016 wurden die neuen Garnituren (die auch durch die enge Gmundner Innenstadt fahren können) sowie die neue Remise Vorchdorf in Betrieb genommen.

“Die Traunseetram wird ein neues Mobilitätszeitalter einleiten. Das öffentliche Nahverkehrskonzept vernetzt die Regionen Vorchdorf, Kirchham, Gschwandt und Gmunden miteinander und bietet somit eine Bandbreite neuer Mobilitätslösungen für Schüler, Pendler und den Tourismus.”

Mag. Günther SteinkellnerLandesrat

“Nun ist es endlich so weit – mit der Eröffnung der Traunseetram setzt Gmunden einen Meilenstein in eine moderne Zukunft. 4 harte Jahre sind Vergangenheit, nun wird Gmunden vom Mehrwert profitieren – ein neuer Bahnhof, eine generalsanierte Traunbrücke, ein attraktiveres Stadtbild, schön gestaltete Plätze, die Infrastruktur „unter der Erde“ auf neuestem technischen Standard. Zudem konnten wir die Straßenbahn, eines der bekanntesten Gmundner Wahrzeichen mit 126-jähriger Geschichte, erhalten. Ein aufrichtiges Dankeschön allen Bürgerinnen und Bürgern, vor allem aber auch der Kaufmannschaft in der Innenstadt für die Geduld und das Durchhaltevermögen. Blicken wir gemeinsam in die Zukunft, nutzen wir das enorme Potenzial der Tram!”

Mag. Stefan KrapfBürgermeister der Stadtgemeinde Gmunden

“30 Jahre ehrenamtliche Arbeit haben sich gelohnt: Aus dem kleinsten Straßenbahnbetrieb der Welt ist der wahrscheinlich interessanteste Europas geworden. Mit der Überzeugung „Geht nicht gibt’s nicht“ wurde die Vision von der Traunseetram Realität – auch dank vieler Mitstreiter. Solche brauchen wir auch in Zukunft: Vielleicht führt die Tram dereinst nach Altmünster und Laakirchen…sag niemals nie!”

Dipl.-Ing. Otfried KnollObmann des Vereines Pro Gmundner Straßenbahn

“Zwischen einer mutigen Vision und der nunmehrigen Realisierung dieses großartigen Projektes liegen viel Geduld und Engagement. Herzlichen Dank an all jene, die ein Stück dieses steinigen Weges mitgegangen sind. Ich bin davon überzeugt, dass neben den zahlreichen Unterstützern auch die Kritiker der Vergangenheit schon bald zufriedene Fahrgäste sein werden.”

Prof. Mag. Dr. Gerhard GürtlichSektionschef im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie.