Vor über 50 Jahren rollte in Regensburg die letzte Straßenbahn ins Depot – jetzt beginnen die Vorbereitungen für ein neues Tramsystem.

Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss zum Bau der Tram fällte am Dienstagabend der Planungsausschuss des Stadtrats einstimmig. Jetzt werden Grundstücke gekauft und die Planungen vorangetrieben. Regensburg ist mit rund 150.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Bayerns .

Bis zu 130.000 Fahrgäste am Tag

Die beauftragten Ingenieurbüros empfehlen den Bau eines rund 15 Kilometer langen Straßenbahnnetzes mit zwei Linien: Die Tram verbindet in Zukunft den Norden der Stadt mit dem Uniklinikum im Süden und soll bei einem durchgängigen Fünf-Minuten-Takt bis zu 130.000 Menschen am Tag befördern. Etwa 50 Millionen Euro der 250 Millionen Euro Gesamtkosten müsste die Stadt selbst aufbringen, der Rest soll über Fördergelder finanziert werden.

Stadtrat stimmt geschlossen für die Tram

Alle im Stadtrat vertretenen Parteien folgten der Empfehlung der Ingenieure und beschlossen einstimmig den Bau der Straßenbahn. Ursprünglich hatten Die Grünen das Thema im Kommunalwahlkampf 1996 eingebracht – heute zeigen sich Vertreter aller Parteien begeistert: Horst Meierhofer, Fraktionschef der FDP, nannte die Entscheidung einen „Quantensprung“, Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer von der SPD fühlte sich von der überwältigenden Zustimmung „beflügelt“.