Mit ihrer Präsentation zur CityBahn haben Alioth Biemel, Serafina Schneiberg und Lara Weinsberg von der Martin-Niemöller-Schule in Wiesbaden den 12. hessischen Oberstufen-Wettbewerb im Fach Politik und Wirtschaft gewonnen. Aufgabe der Schülerinnen und Schüler war es, zu einem aktuellen Wirtschaftsthema der Region eine Präsentation zu erstellen. Der Wettbewerb wird jährlich von der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) und der Frankfurter Rundschau ausgerichtet. Wir haben den drei Gewinnern ein paar Fragen zu ihrem Projekt gestellt.

Vorab möchten wir euch natürlich herzlich gratulieren! Wie seid ihr auf das Thema gestoßen und weshalb habt ihr euch dazu entschieden, mit einem Vortrag zur CityBahn in den Wettbewerb zu starten?

Alioth Biemel: Das Thema „CityBahn“ ist längst in der Öffentlichkeit angekommen und wird sowohl in der Presse wie auch in unserem privaten Umfeld kontrovers diskutiert. Dabei ist es oft schwierig, in dieser Informationsflut den Überblick zu behalten und zwischen Fakt und Falschinformation zu unterscheiden. Unser Anspruch an unser Projekt war, die essenziellen Informationen herauszufiltern und uns so eine fundierte Meinung dazu zu bilden, um diese dann in nachvollziehbarer Weise vorzustellen.

Wie seid ihr an das Projekt herangegangen und welche Aspekte haben euch besonders interessiert?

Lara Weinsberg: Um das Thema angemessen aufarbeiten zu können, war es natürlich erstmal wichtig, dass wir uns einen Überblick über alle relevanten Akteure verschafften. Dann galt es, aus Presse, diversen Ämtern und sowohl Befürworter*innen- wie auch Gegner*innenstimmen die für uns wichtigen Informationen herauszufiltern. Dabei haben sich für uns bald unsere beiden Schwerpunkte ergeben, nämlich die Luftschadstoffbelastung in Wiesbaden sowie die Bevölkerungsentwicklung. Spannend war es natürlich immer, einen persönlichen Bezug zu finden und die neuen Informationen mit bereits Gehörtem zu verknüpfen.

Was denkt ihr – ist ein Infrastrukturprojekt wie die CityBahn für junge Menschen relevant?

Serafina Schneiberg: Die CityBahn ist ein Zukunftsprojekt. Und ein Teil der Zukunft, die junge Menschen wie wir in Wiesbaden erleben wollen. Es geht darum, eine moderne Infrastruktur zu schaffen, von der man sein Leben lang profitieren kann, um so langfristig Mobilität gewährleisten zu können. Gleichzeitig führen diverse Entwicklungen deutlich vor Augen, dass die CityBahn notwendig ist, um sowohl eine höhere Luftqualität zu erzielen, als auch, um die Verkehrssituation zu verbessern. Wiesbaden braucht die CityBahn. Und zwar für Menschen jeder Altersgruppe.

Was haltet ihr persönlich von dem Vorhaben, eine CityBahn zu bauen?

Serafina Schneiberg: Die CityBahn ist meiner Meinung nach eine großartige Chance für Wiesbaden. Natürlich ist es wichtig, dass die Menschen die CityBahn dann auch wie prognostiziert nutzen und teilweise vom Auto auf die CityBahn umsteigen, um so die Straßen zu entlasten. Allerdings zeigen vergleichbare Projekte, dass dies durchgehend wie erwartet erfolgte.
Letzten Endes braucht Wiesbaden eine CityBahn. Die problematische Situation des ÖPNV, die überfüllten Busse und vielen Staus begegnen einem täglich. Das eindeutige Bevölkerungswachstum würde diese Situation verschärfen – eine CityBahn ist hier die optimale Lösung. Auch die problematische Feinstaubbelastung lässt sich nur so beheben.
Natürlich bietet die CityBahn keine kurzfristige Lösung, die direkt Wirkung zeigt. Aber langfristig trägt sie eindeutig zur Verbesserung der Lebensqualität in Wiesbaden bei.