Eine faire, alltagstaugliche und stadtfreundliche Straßenaufteilung ist der Schlüssel für eine lebenswerte Stadt – mit wenig Stau, mehr Platz für die Menschen und mehr Lebensqualität. Dass sich hieraus auch positive Auswirkungen auf die Mobilität aller Verkehrsteilnehmer ergeben, beweisen die folgenden Zahlen.

 

Mehr Platz für die wichtigen Fahrten

20.000 Personen, die vorher Pkw gefahren sind, können zukünftig auf die CityBahn umsteigen. Wenn man bedenkt, dass ein Fahrzeug im Durchschnitt nur mit 1,46 Personen (Link) besetzt ist, bedeutet  das mehr als 13.000 Fahrzeuge weniger auf den Straßen. Eine gute Aussicht für die Verkehrslage in der hessischen Landeshauptstadt. Denn weniger Autos resultieren in leereren Straßen – und diese bieten dann mehr Platz für alle anderen Autofahrer, Busse, Lieferfahrzeuge, Dienstleister, Rettungsfahrzeuge oder Handwerker.

13000
weniger Autos

Freie Fahrt für alle: Pkw, Transporter, Rettungskräfte, Bus und Bahn

Nicht nur auf Autobahnen haben es Einsatzkräfte schwer: Kommt es zum Notfall, müssen sich Rettungsfahrzeuge besonders zu Stoßzeiten durch volle Straßenzüge und über verstopfte Kreuzungen in den Innenstädten zwängen. Auch Personen, die auf ihr Dienstfahrzeug angewiesen sind, kennen das Problem. Handwerker, Lieferanten oder Kuriere parken in der zweiten oder dritten Reihe, Lieferzonen sind zugeparkt.

 

Viele müssen für ihre Fahrten einen großen Staupuffer einplanen und verlieren so wertvolle Zeit. All das wirkt sich auf die Leistungsfähigkeit und damit auch indirekt auf die Kosten aus. Denn: Zeit ist bekanntlich Geld. Der TomTom Traffic Index  hat gezeigt: Autofahrende verlieren im Schnitt 128 Stunden pro Jahr durch Stau. Das sind etwa 16 Arbeitstage!

16
Arbeitstage steht man mit einem PKW jährlich im Stau

Pkw haben den größten Flächenverbrauch – Straßenbahnen einen der kleinsten

Autos nehmen viel Platz weg. Egal ob parkend oder fahrend – sie führen in beiden Fällen die Liste des Flächenverbrauchs  pro Person an. Im ruhenden, also geparkten, Zustand blockiert ein Auto 13,5 QuadratmeterFläche. Fahrend ist es noch mehr: Bei 30 km/h und einer Besetzung mit 1,4 Personen liegt der Wert bei 65,2 Quadratmeter pro Person, bei 50 km/h sogar bei etwa 140 Quadratmeter. Die Bahn schneidet deutlich besser ab: Bei 30 km/h und 20 Prozent Auslastung verbraucht jeder Fahrgast nur 5,5 Quadratmeter, bei 50 km/h sind es 9 Quadratmeter.

 

Sollten nun also 20.000 Pendler auf die CityBahn umsteigen, würde das zu einer Platzersparnis von 2.620.000 Quadratmeter, also 2,62 Quadratkilometer, führen. Das sind 93,6 Prozent Platzgewinn und damit gut 11 Prozent des Wiesbadener Straßennetzes – freiwerdender Platz, über den sich die restlichen Autofahrer, Busfahrer und alle anderen Verkehrsteilnehmer freuen können.

2620000
Quadratmeter Platzersparnis wenn 20000 Pendler in die CityBahn umsteigen würden