Vor rund 200 Gästen stellten die Planer der CityBahn GmbH die überarbeitete Linienführung für Wiesbaden vor. Lob und Zuspruch bekam das Projekt an diesem Abend unter anderem von Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, dem Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds, Knut Ringat sowie dem Präsidenten des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen, Jürgen Fenske.

Stimmen vom parlamentarischen Abend

Eine leistungsfähige Schienenanbindung ist auch immer ein wichtiger Standortfaktor – deshalb stellt das Land den Schienenprojekten in Hessen viel Geld bereit. Wir sind sicher, dass diese Investitionen notwendig sind, um Mobilität und Prosperität in Hessen aufrecht zu erhalten. Wiesbaden leistet zudem mit der CityBahn und der Vision vom emissionsfreien ÖPNV wichtige Pionierarbeit, die wir aus voller Überzeugung unterstützen werden.

Tarek Al-WazirHessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Die jüngsten Schienenprojekte in Deutschland sind große Erfolge – weltweit zählen Städte mit vorbildlich ausgebautem ÖPNV wie Wien und Zürich zu den lebenswertesten. Für die Region Mainz/Wiesbaden ist das Zeitfenster aktuell extrem günstig, denn der Koalitionsvertrag der Bundesregierung eröffnet einzigartige Förderungsbedingungen. Mit diesem Rückenwind sollten die Projektpartner das Vorhaben zielstrebig umsetzten.

Jürgen FenskeVorstandsvorsitzender der Kölner Verkehrs-Betriebe AG und Präsident des Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)

Derzeit wird ein Großteil der Verkehrsströme zwischen Mainz und Wiesbaden noch immer mit dem Auto absolviert. Das liegt vorallem daran, dass die S-Bahn keine ausreichende Feinerschließung der Stadtteile bietet und die Linie 6 vollkommen überlastet ist. Die Mainzelbahn zeigt, dass der Erfolg des Schienenausbaus die Bauzeit vollkommen rechtfertigt – das mussten im Nachgang sogar die strengsten Kritiker einräumen.

Katrin EderDezernentin für Umwelt, grün, Energie und Verkehr, Landeshauptstadt Mainz

Der RMV ist eine großartige gemeinsame Erfolgsgeschichte beider Bundesländern, die wir mit der CityBahn gerne fortschreiben möchten. Weil sich die regionale Zusammenarbeit in der Vergangenheit immer bewährt hat und wir von dem Projekt vollkommen überzeugt sind, haben die Mitglieder des RMV einstimmig beschlossen, sich mit zehn Prozent an der Planungsfinanzierung des Projekts zu beteiligen.

Knut RingatGeschäftsführer, Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV)

Der Bau der CityBahn ist schon deshalb notwendig, weil es die einzig verbleibende Chance ist, rechtzeitig auf die gesundheitsschädliche Stadtluft zu reagieren. Bei der Umsetzung der Vision vom emissionsfreien ÖPNV können wir keine Kompromisse eingehen. Das bedeutet in letzter Konsequenz auch, dass wir bei der Anschaffung neuer E- und Brennstoffzellenbusse nicht auf die deutsche Automobilindustrie warten dürfen.

Sven GerichOberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden

Die CityBahn ist für die Region eine großartige Chance, einen schienengebundenen ÖPNV zu etablieren. Vor allem im Bezug auf den Anschluss an die beiden Landeshauptstädte ist sie ein Standortvorteil, der das Wachstum der Gemeinden im Rheingau-Taunus-Kreis sichern kann.

Sandro ZehnerBürgermeister Taunusstein

Die Verbindung zwischen Mainz und Wiesbaden ist für den Tourismus von hoher Bedeutung. Viele Touristen kommen mit den Fernzügen am Mainzer Hauptbahnhof an und möchten während ihres Aufenthalts die Region als Ganzes erleben. Eine Straßenbahn ist da ein sehr attraktiver Weg. Jetzt ist es an der Zeit, sich nicht hinter Einwänden zu verstecken, sondern mutig vorauszudenken!

Gerald KinkGeschäftsführender Gesellschafter der Hotel Oranien Gaststätten- und Hotelbetriebsgesellschaft mbH

Die Hochschule RheinMain ist innerhalb weniger Jahre von 7.000 auf über 13.300 Studiernde gewachsen, in der Landeshauptstadt sind wir zudem einer der größten Arbeitgeber. Für die vielen Studierenden und Beschäftigten wünsche ich mir natürlich eine optimale Anbindung – für das Wachstum der Hochschule ist die CityBahn zudem unbedingt notwendig.

Detlev ReymannPräsident der Hochschule RheinMain

Eindrücke vom parlamentarischen Abend