Seit Montag, 13. Januar 2020, ist die Theodor-Heuss-Brücke wegen Sanierungsarbeiten vier Wochen lang für Autos und Lkw gesperrt. Die Brücke verbindet bereits seit 1885 Wiesbaden und Mainz. In Zukunft soll auch die CityBahn diese Verbindung nutzen. Hierfür müssten einige kleinere Verstärkungen durchgeführt werden – die derzeitige Sanierung der Traversenlager steht jedoch nicht in Verbindung mit dem Betrieb der Bahn.

Schon 1905 fuhren zweigleisig die ersten Straßenbahnen über die Theodor-Heuss-Brücke. Und auch nach ihrem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie sowohl für den Straßen- als auch für den zweigleisigen Schienenverkehr ausgelegt – bis 1958 betrieben die Stadtwerke Mainz eine Straßenbahnverbindung von Mainz über die historische Brücke bis nach Wiesbaden – dann musste sie der Ideologie der „autogerechten Stadt“ weichen.

Heute stauen sich im Berufsverkehr auf vier Spuren die Autos über dem Rhein – einzig die Busse von ESWE Verkehr und Mainzer Mobilität sorgen für Entlastung. Von den 90.000 Menschen, die täglich den Rhein queren, befördern sie jeden Dritten – und das obwohl sie nur 1,7 Prozent der Fahrzeuge auf der Brücke ausmachen. Die restlichen 98 Prozent der Fahrzeuge auf der Brücke sind Autos. Steigende Einwohner- und Pendlerzahlen werden die Brücke in den kommenden Jahren zusätzlich belasten. Nur der Bau der CityBahn kann den Verkehrsraum auf der Brücke deutlich entlasten und die Leistungsfähigkeit der Brücke auch in Zukunft gewährleisten.

Sanierung der Traversenlager – nicht für die CityBahn

Die aktuell durchgeführte Sanierung der Traversenlager folgt einer Bauwerksprüfung aus 2019, bei der Schäden an der Übergangskonstruktion in den Pfeilerachsen festgestellt wurden. Diese Arbeiten können nur bei niedrigen Außentemperaturen durchgeführt werden, da sich der Stahl durch die Kälte zusammenzieht und die Fugen somit weit genug geöffnet sind, damit die Traversenlager ausgetauscht werden können. Diese Sanierungsarbeiten stehen nicht in Zusammenhang mit der benötigten Verstärkung der Theodor-Heuss-Brücke für den Betrieb für die CityBahn – hierfür müssen nur kleine Stabilisierungsarbeiten durchgeführt werden, um die Einwirkungen der zusätzlichen Lasten bewältigen zu können.

Welche Arbeiten im Zuge des Baus der CityBahn fällig werden, kann im Detail hier nachgelesen werden:

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Überbrückung mit vergünstigtem Monatsticket

Um auch während der Sperrung mobil zu bleiben und flexibel von Wiesbaden nach Mainz und zurück pendeln zu können, kann noch bis zum 18. Januar eine verlängerte Monatskarte für den ÖPNV erworben werden. Für 84,50 Euro ist diese statt für vier Wochen für verlängerte sechs Wochen gültig – und somit auf den Zeitraum gerechnet deutlich günstiger. Ab Kaufdatum können mit dem Brückenticket alle Busse, Straßenbahnen und Züge (S- und Regionalbahnen) innerhalb der Rhein-Main-Verkehrsverbund-Preisstufe 13 (Wiesbaden/Mainz) genutzt werden. Zudem gilt auch die erweiterte RMV-Mitnahmeregelung für Wiesbaden und Mainz.

Weiterführende Informationen zum Ticket und anderen Angeboten der ESWE Verkehr und Mainzer Mobilität finden Sie hier:

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