Die Fahrspur der CityBahn wird sich durch die Landeshauptstädte Mainz und Wiesbaden bis in den Rheingau-Taunus-Kreis ziehen und dabei unterschiedliche Straßen, Kreuzungen und Plätze befahren. Für die Planer der CityBahn rückt deshalb mit der anstehenden Entwurfsplanung auch das Thema Stadtgestaltung in den Fokus. Welche Möglichkeiten es bei der Umsetzung der Fahrspur gibt, stellen wir in diesem Beitrag vor.

Rasengleise

Die CityBahn soll künftig weitestgehend auf Rasengleisen unterwegs sein. Diese gelten nicht nur als besonders stadtverträglich, sondern mindern zudem die Fahrgeräusche der Straßenbahnen. Wie die Studie Lärm – Straße und Schiene des Bayerischen Landesamts für Umwelt zeigt, sind Straßenbahnen mit Rasengleis deutlich leiser als Pkw und Busse unterwegs. Zudem sorgen Rasengleise für mehr Grün in den Landeshauptstädten und somit auch für bessere Luftverhältnisse und ein ansprechenderes Stadtbild.

REIMS

 

 

 

GENF

Straßenbündige Fahrwege

Ein straßenbündiger Fahrweg fügt sich harmonisch in das Straßenbild ein, wenn er den umliegenden Fahrbahnbelag aufgreift. In der Regel handelt es sich dabei um Asphaltbelag. Die CityBahn soll wo immer möglich auf einer eigenen Fahrspur fahren, um den übrigen Verkehr nicht zu behindern und selbst leistungsfähiger zu sein. Straßenbündig ist sie nur dort unterwegs, wo die Fahrbahn nicht ausreichend breit genug ist – beispielsweise auf der Theodor-Heuss-Brücke.

Besondere Fahrwege

Der besondere Fahrweg wird aufgrund seiner optischen Wirkung zu einem eigenständigen städtebaulichen Element. Ähnlich wie beim Rasengleis, jedoch anders als beim straßenbündigen Gleis, sollen sich die Schienen vom Rest der Fahrbahn abheben. Somit können breite, dunkle Asphaltflächen aufgelockert und gegliedert werden. In Frankreich findet man in vielen Städten Fahrspuren, die mit einer hellen Splittabdeckung gestaltet wurden.

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BORDEAUX

 

 

Pflastergleise

In historischen Stadtzentren werden auch Pflastergleise straßenbündig angelegt. Die Kombination von Pflastersteinen und Gleisen fügt sich zwar harmonisch ins Straßenbild ein, stellt die Planer jedoch vor besondere bautechnische Herausforderungen. Dennoch gibt es in Deutschland beispielsweise in Dresden und Würzburg gelungene Umsetzungen dieser Kombination.

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