Im Fokus der Diskussion standen Kaiserstraße und Großen Bleiche – zwei der insgesamt vier Streckenvarianten auf Mainzer Seite.

Nach einem Rückblick auf den ersten Workshop und die darin gemeinsam erarbeiteten Themen und Kriterien gab Petra Strauß, Bereichsleiterin Öffentliche Verkehrsplanung und Bewertung bei der PTV Group, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Einblick in die volkswirtschaftliche Betrachtung des geplanten Infrastrukturprojektes. Dabei wurden die Ziele der Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) beleuchtet.

Über Denkmalschutz, Brandschutz, Umweltschutz und weitere wichtige verkehrsbauliche Aspekte, die bei der Planung berücksichtigt werden müssen, informierte Christian Kron vom Verkehrsmanagement des Stadtplanungsamtes Mainz. Wie sich diese Aspekte konkret auf die einzelnen Streckenvarianten auswirken, zeigte anschließend Christian Müller vom Planungsbüro Mailänder Consult. Dabei standen zunächst die beiden Streckenvarianten über die Kaiserstraße sowie die Große Bleiche im Fokus. Ausgehend von den im ersten Workshop erarbeiteten Kriterien stellte der Planer jeweils den Streckenverlauf vor und erläuterte die Vor- und Nachteile der beiden Varianten. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Varianten im Detail und brachten ihre Fragen und Anliegen, aber auch Kritik und Optimierungsvorschläge ein.

Falls Sie Fragen zu den in den Workshops erarbeiteten Themen oder Anregungen für die weitere Optimierung der Streckenvarianten haben, nehmen Sie bitte am Online-Dialog zu den Workshops teil!

Kaiserstraße

Pro

Hohes Schüleraufkommen

Guter Anschluss zwischen Neustadt und Universität

Sanierung der Kaiserstraße

Höhere Barrierefreiheit in der Kaiserstraße

Contra

Keine eigene Fahrspur

Konflikte mit dem Radverkehr

Gefährdung des Baumbestands

Viele Seitenstraßen kreuzen die Linie

Versorgungsleitungen in der rechten Fahrspur

Gegenüberliegenden Haltestellen nicht möglich

Einfahrten für Anlieger müssen erhöht werden

Verlust der Grüninsel am Kaisertor

Haltestelle Hindenburgplatz belegt Bushalteplatz am Hotel Advena und am Ärztehaus

Höhere Belastung für Anwohner

Optimierungsvorschläge

Ersatz von wegfallenden Park- und Stellplätzen

Autoverkehr von beiden Seiten bis „Neubrunnenplatz“

Verlegung von Versorgungsleitungen

Verlegung des Fahrradverkehrs auf Adam-Karrillon-Straße

Zufahrt für Lieferverkehr für Anwohner ermöglichen

Kompatibilität mit Brandschutz

Einheitliche Handhabung von Denkmalpflege/-schutz in Wiesbaden und Mainz

Verbreiterung des Baumwurzelstreifens um 0,5 Meter

Große Bleiche

Pro

Eigene Spur für Straßenbahn und Bus

Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich

Durchgängige Radspuren

Sichere Radspuren gegenüber Pkw-Verkehr

Haltestelle in Mittellage ermöglicht Rad- und Pkw-Verkehr

Erhalt der Bushaltestelle „Neubrunnenplatz“

Ladezonen für Geschäftsanlieger geplant

Contra

Straße verliert für Pkw-Verkehr an Attraktivität

Haltestellen in Mittellage weniger attraktiv für Fahrgäste

Wegfall von Parkplätzen

Konzentration von wichtigen Versorgungsleitungen, insbesondere Wasserleitung

Keine gesicherte Fußgängerquerung für „Hintere Bleiche“

Nadelöhr „Umbach“ Richtung „Münsterplatz“

Optimierungsvorschläge

Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich „Neubrunnenstraße“

Autoverkehr von beiden Seiten bis „Neubrunnenplatz“

Verlegung der Haltestelle auf „Neubrunnenplatz“ mit Absenkung im Koppelbereich

Anlieferverkehr bei „Bleiche“/“Umbach“ ermöglichen

Bessere Anbindung der Einkaufsstraßen über Haltestelle „Brunnenstraße“

Prüfung Feuerwehr / Brandschutz

Prüfung von Fahrspur in Seitenlage