Im Fokus der Diskussion standen am 23. Oktober die beiden Streckenvarianten Quintinsstraße/Ludwigsstraße und Quintinsstraße/Flachsmarkt/Große Bleiche – zwei weitere Optionen der insgesamt vier Streckenvarianten auf Mainzer Seite.

Nach einem kurzen Rückblick auf die Ergebnisse des zweiten Workshops (Diskussion Kaiserstraße und Große Bleiche) und einer Zusammenfassung von Reaktionen in Presse und Sozialen Medien wurden die beiden Streckenvarianten durch Christian Müller vom Planungsbüro Mailänder Consult vorgestellt. Ausgehend von den im ersten Workshop erarbeiteten wesentlichen Begutachtungskriterien beleuchtete der Planer den jeweiligen Streckenverlauf anhand der Vor- und Nachteile der beiden Routen. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Varianten im Detail und brachten ihre Fragen und Anliegen, aber auch Kritik und Optimierungsvorschläge ein.

Sie haben Fragen zu den in den Workshops erarbeiteten Themen? Oder Anregungen für die weitere Optimierung der Streckenvarianten? Hier können Sie online am Dialogforum zum Workshop teilnehmen. Geben Sie Ihren Kommentar ab.

 

Variante Quintinsstraße/Ludwigstraße

Pro

Erschließung der Innenstadt

Eigene Fahrspur auf der Quintinsstraße

Baumbestand bleibt erhalten

Bevorzugte Ampelschaltung auf der THB

Anbindung Neustadt möglich

Große Bleiche: Separate Radspur

Erweiterung Umbach

Bevorzugte Ampelschaltung auf der THB

Große Bleiche: Separate Tramspur

Bushaltestelle „Neubrunnenplatz“

Ladezonen für Geschäftsanlieger

Contra

Beeinträchtigung der Pkw durch die Ampelschaltung

Nicht 100 Prozent barrierefreie Haltstelle im Bereich Höfchen

Keine Vernetzung der ÖPNV-Haltestellen am Höfchen

Verdrängung der Bushaltestelle im Bereich Rathaus/Quintinsstraße

Keine separate Radspur auf der Rheinstraße

Beeinträchtigung des Radverkehrs zwischen Neu- und Innenstadt

Große Bleiche: Wegfall von Parkplätzen

Große Bleiche: Konzentration wichtiger Versorgungsleitungen

Große Bleiche: Keine gesicherte Fußgängerquerung für „Hintere Bleiche“

Nadelöhr „Umbach“ Richtung „Münsterplatz“

Optimierungsvorschläge

Häufige Sperrungen der Strecke Ludwigsstraße wegen Festen

Zwei-Trassen-Option als Ausweichmöglichkeit bei Störungen

Fußgängerüberwege zwischen Rathaus und TH-Brücke

Berücksichtigung ECE-Bebauung und Wegeführung

Verbesserung von Umsteigebeziehungen

Variante Quintinsstraße/Flachsmarkt/Große Bleiche

Pro

Bevorzugte Ampelschaltung auf der THB

Erschließung der Innenstadt

Eigene Fahrsprur auf der Quintinsstraße

Baumbestand bleibt erhalten

Wenige Eingriffe ins Leitungssystem

Umsteigefreie Verbindung zur Hechtsheimer Achse

Contra

Häufige Sperrungen der Strecke Ludwigsstraße wegen Festen

Stellenweise straßenbündige Trassenführung

Beeinträchtigung der Pkw durch bevorzugte Ampelschaltung für Straßenbahn

Nicht 100 Prozent barrierefreie Haltstelle im Bereich Höfchen

Keine Vernetzung der ÖPNV-Haltestellen am Höfchen

Keine Berücksichtigung des Radverkehrs (insbesondere im Bereich Rheinstraße)

Verkehrliches Nadelöhr Bingerstraße/Münsterstraße

Verdrängung der Bushaltestelle im Bereich Rathaus/Quintinsstraße

Optimierungsvorschläge

Prüfung Radspur im Bereich Flachsmarkt

Chance zur städtebaulichen Erneuerung/Sanierung

Mitdenken von Streckenerweiterungen auch auf Basis einer Einfachtraktion

Verkehrliches Nadelöhr Bingerstraße/Münsterstraße

Betrachtung der Streckenlängen und Fahrzeiten der Varianten im Vergleich

Fußgängerüberwege zwischen Rathaus und TH-Brücke

Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich „Neubrunnenstraße“

Ermöglichung Autoverkehr von beiden Seiten bis „Neubrunnenplatz“

Verlegung Haltestelle auf „Neubrunnenplatz“ mit Absenkung im Koppelbereich

Ermöglichung Anlieferverkehr bei „Bleiche“/“Umbach“

Bessere Wegebeziehung für einkaufende Menschen bei Haltestelle „Brunnenstraße“

Prüfung Seitenlage

Prüfung Feuerwehr / Brandschutz

Eindrücke vom Workshop

Die nächsten Schritte

Im nächsten Workshop am 20. November 2018 werden alle vier Streckenvarianten in der Zusammenschau diskutiert. Die Planer werden bis dahin die Routen im Hinblick auf die diskutierten Optimierungsvorschläge prüfen. Ziel ist es, zu einer engeren Auswahl zu gelangen. Aufgrund der zahlreichen Anregungen und ergänzter Routenvorschläge wurde beschlossen, noch einen fünften Workshop am 15. Januar 2019 durchzuführen. In diesem soll dann eine Empfehlung an die Stadt über die bestmögliche Variante erarbeitet und abgegeben werden.